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Für das österreichische Trinkwasser sind die Grenzwerte so festgelegt, dass bei Einhaltung der zulässigen Höchstkonzentration nach dem derzeitigen Wissenstand, auch bei lebenslangem täglichen Genuss des Wassers keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen zu erwarten sind.
Farbe und Aussehen: Trinkwasser soll klar und farblos sein, insbesondere keine Trübungen oder Niederschläge (Bodensatz) aufweisen. Schlechte Filterung des Bodens oder defekte Rohrleitungen können durch Färbung oder Trübung auf eine mögliche Verunreinigung hinweisen.
Geruch: Geruch kann auf gesundheitsschädliche Stoffe oder lange Lagerung des Wassers in schlecht gewarteten Behältern hinweisen. Der Geruch von Trinkwasser soll neutral sein.
pH-Wert: Der pH-Wert ist das Maß für den Säuregehalt einer Lösung und beschreibt den Gehalt an Wasserstoff-Ionen im Wasser. Bei reinem Wasser bewegt er sich meist im neutralen bis schwach alkalischen Bereich (pH 7,0 bis 7,5). Er sollte nicht unter 6,5 und nicht über 8,5 liegen. Saure Wässer mit einem pH-Wert unter 7,0 können, wenn auch der Härtegrad niedrig ist, technisch bzw. bei der Verwendung im Haushalt störende, materialangreifende Eigenschaften aufweisen.
Elektrische Leitfähigkeit: Von der Art und Menge der gelösten Ionen ist die elektrische Leitfähigkeit abhängig. Destilliertes Wasser hat beispielsweise einen sehr niedrigen Wert, weil es den elektrischen Strom kaum leitet. Hartes Wasser, das neben Kalcium und Magnesium auch Nitrat-, Chlorid- und Sulfationen in höheren Konzentrationen enthält, weist demgegenüber einen hohen Wert auf. Wenn die hohe Leitfähigkeit nicht geologisch bedingt ist, kann das ein Hinweis auf Verunreinigungen durch Abwasser sein.
Die Härte: Vom Gehalt des Wassers an Kalcium- und Magnesiumionen wird die Härte bestimmt (Gesamthärte). Man unterscheidet die Karbonathärte (vorübergehende Härte), hervorgerufen durch die Bikarbonate des Kalciums und Magnesiums, die beim Kochen ausfallen und somit den lästigen Kesselstein bilden, und die Nichtkarbonathärte (bleibende Härte), die beim Kochen des Wassers keine Ablagerungen verursacht. Die Härte wird in "deutschen Härtegraden" ( dH ) angegeben. 1 Grad dH entspricht 10 mg Kalciumoxid in 1 Liter Wasser. Bei zu niedrigen Werten hat das Wasser unter Umständen einen faden Geschmack, zu hohe Werte äußern sich vor allem in hohem Seifenverbrauch, Kesselsteinbildung, schlechte Kochbarkeit von Hülsenfrüchten usw. Nach einer Enthärtungsanlage muss das Wasser eine Mindesthärte von 8,4 Grad dH aufweisen.
Koloniezahl: Die Koloniezahl (Keimzahl) gilt allgemein als Indikator für bakterielle Verunreinigungen.
Fäkalkeime: sind Indikatoren für das Vorhandensein von Mikroorganismen aus dem Darmtrakt von Warmblütlern (Eschecherichia coli, coliforme Bakterien und Enterokokken). Sie geben einen Hinweis auf die Möglichkeit des Vorhandenseins von Krankheitserregern. In 10 ml Trinkwasser dürfen Fäkalkeime nicht nachweisbar sein.
Eisen und Mangan: Eisen und Mangan sollen im Trinkwasser nur in geringsten Spuren enthalten sein, da sonst Färbung, Trübung oder unangenehmer Geschmack auftreten. Eisen und Manganverbindungen können zu Rohrverkrustungen, Rohrverschlammungen sowie zu Problemen beim Wäschewaschen führen. Bei hartem Wasser wird das Bakterienwachstum gefördert. Technische Enteisenung oder Entmanganung ist möglich. Zulässige Höchstkonzentration für Eisen: 0,2 mg/Liter. Zulässige Höchstkonzentration für Mangan: 0,05 mg/Liter.
Ammonium: Ammonium ist im allgemeinen nicht im Trinkwasser enthalten. Sollte es jedoch auftreten, kann das ein Hinweis auf eine Verunreinigung durch z.B. Jauche oder Abwasser sein. Ammonium kann aber auch geogen (natürlich) bedingt sein. Zulässige Höchstkonzentration: 0,5 mg/Liter (Wenn es natürlich vorkommt, beträgt die zulässige Höchstkonzentration 5 mg/Liter).
Nitrat: Bei landwirtschaftlicher Intensivnutzung (Überdüngung) sowie bei Abwasserversickerungen kommt Nitrat in höheren Konzentrationen vor. Auch wenn kein Nitrat mehr in den Boden eingebracht wird, kann es lange dauern, bis der Nitratgehalt im Grundwasser absinkt. Der Grenzwert von 50 mg/Liter wurde vor allem festgelegt, um Säuglinge vor Erkrankungen an "Blausucht" sicher zu schützen.
Nitrit: Nitrit ist im allgemeinen im Trinkwasser nicht zu finden, kann jedoch durch Reduktionsvorgänge von Nitrit z.B. in neu verzinkten Leitungsrohren (ca. 6 Monate lang nach Neuinstallation) entstehen. Zulässige Höchstkonzentration: 0,1 mg/Liter. Überschreitungen bis zu einem Wert von 1,0 mg/Liter werden toleriert, wenn die Ursache im natürlichen Vorkommen der Gesteinsschichten oder in der Neuinstallierung mit verzinkten Leitungsrohren liegt. Wasser, das die zulässige Höchstkonzentration von 1,0 mg/Liter überschreitet, ist nicht für die Zubereitung von Säuglingsnahrung (bis zum Ablauf des 6. Monats) geeignet.
Blei: Bei Aufnahme auch niedriger Bleimengen über längere Zeit kann es zu chronischen Vergiftungserscheinungen kommen. Treten Bleibelastungen im Trinkwasser auf, sind diese im allgemeinen auf Bleirohre zurückzuführen, die z.B. in Hausinstallationen (Altbauten) vorhanden sein können. Die zulässige Höchstkonzentration für Blei im Trinkwasser beträgt 50 Nanogramm/Liter.
Chlorierte Kohlenwasserstoffe: Bei der Untersuchung auf leichtflüchtige, halogenierte, alipathische Kohlenwasserstoffe werden chlorierte Kohlenwasserstoffe erfasst. Einige dieser Stoffe stammen aus Industrie und Gewerbe, einige können aber auch bei der Chlorung von huminstoffreichen Wässern entstehen. Die zulässige Höchstkonzentration der Summe aller oben genannten Kohlenwasserstoffe beträgt 0,03 mg/Liter Wasser. Für einige Substanzen wurden Einzelgrenzwerte festgelegt (1 Liter Dichlorethen 0,0003 mg/l; Tetrachlormethan 0,003 mg/l; Tetrachlorethen 0,01 mg/l).
Pestizide: In der Land- und Forstwirtschaft, im Gartenbau und auf Nichtkulturland wird seit vielen Jahren eine große Anzahl von verschiedenen Pflanzenschutz- u. Schädlingsbekämpfungsmitteln (=Pestizide) zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Einige dieser Wirkstoffe können auch im Boden und anschließend im Wasser wiedergefunden werden. Viele Pestizide verursachen in entsprechender Menge gesundheitliche Schäden. Für jedes einzelne Pestizid wurde daher ein sehr niedriger Grenzwert von 0,1 Nanogramm/l festgelegt. Dieser Vorsorgewert beinhaltet einen hohen Sicherheitsfaktor für viele Pestizide und bedeutet praktisch, dass kein Pestizid im Wasser vorhanden sein darf. Aufgrund der Trinkwasserverordnung kann der Landeshauptmann Ausnahmen von dem Grenzwert zulassen, wenn Sanierungsarbeiten getroffen werden und die ortsübliche Trinkwasserversorgung nicht anders sichergestellt werden kann. Diese Ausnahmen müssen befristet sein. Der tolerierte höhere Wert muss so festgelegt werden, dass keine gesundheitliche Gefährdung der betroffenen KonsumentInnen gegeben ist.
(ZUM ANFANG)
Von den Wasserversorgungsunternehmen müssen alle Maßnahmen gesetzt werden, um die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers bis zum Hausanschluss zu gewährleisten. Wird dennoch ein Grenzwert überschritten, sind unverzüglich unter behördlicher Aufsicht, alle Maßnahmen zu treffen, um den Vorschriften wieder zu entsprechen. Ist mit der Überschreitung des Grenzwertes eine gesundheitliche Gefahr verbunden, sind die Abnehmer/Innen unverzüglich darüber zu informieren, dass das abgegebene Wasser nicht mehr als Trinkwasser verwendet werden darf.
(ZUM ANFANG)
Verkalkte Wasserhähne sind ideale Nährboden für Mikroorganismen wie Algen, Pilze und Bakterien. Manche dieser Mikroorganismen können auch Erkrankungen hervorrufen. Es wird empfohlen, Wasser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung immer abzukochen. Reinigen und entkalken Sie Ihr Sieb und die Auslassöffnung Ihrer verkalkten Wasserhähne z.B. mit Essig oder Zitronensäure. Verrostete Wasserhähne sind auszutauschen.
(ZUM ANFANG)
Wird bei weichen Wässern (niedrige Härtegrad) Wasser längere Zeit - insbesondere während eines Urlaubs, aber auch über Nacht - nicht aus den Leitungen entnommen, können sich Schadstoffe (z.B. Blei, Kupfer aus Leitungsrohren) anreichern. Am Morgen erstes Wasser zum Waschen verwenden und dann erst Tee- oder Kaffeewasser aufstellen. (Vorsicht wenn Sie Säuglingsnahrung herstellen!)
(ZUM ANFANG)
Prüfen Sie - ob eine Aufbereitung wirklich erforderlich ist - ob die in Betracht gezogene Aufbereitungsanlage den Bestimmungen des österr. Lebensmittelbuches, III. Auflage, Kapitel Bl "Trinkwasser" Anhang entspricht. Dazu muss ein Gutachten einer berechtigten Person oder einer hierzu befugten Anstalt vorliegen.
(ZUM ANFANG)
Es kann bei unsachgemäßer Wartung oder fehlender Wartung die Wasserqualität sogar verschlechtert werden (z.B. Gesundheitsgefährdung durch Bakterienanreicherung). Dies gilt auch für Tischgeräte, d.h. Geräte, die nicht an die Installation angeschlossen werden; z.B. Kannenfilter.
Quelle : DI Michael GOSCH Gesundheit und Ernährung
(ZUM ANFANG)
Die Färbung des Wassers
Die Durchlässigkeit des Wassers für Licht und die Art der Verunreinigung des Wassers durch schwebende Partikel beeinflussen die Eigenfarbe des Wassers. In Grenzen spielt auch die Farbe der Umgebung eine Rolle. Die Eigenfarbe schwankt von blau über grün bis braun. Gewässer mit Humusflocken haben braunes Wasser (Moor), in den nährstoffreichen Gewässern liegt die Farbe bei grün, während man nur bei kalkreichen Gewässern eine blaue Färbung antrifft.
Die Wassertemperatur
Die Temperatur ist ein entscheidender Faktor für das Leben im Wasser. Nimmt sie zu, werden die Lebensvorgänge (Photosynthese, Atmung) beschleunigt. Gleichzeitig nimmt die Menge an gelösten Gasen (Sauerstoff O2, Kohlendioxid CO2) ab. Bei Lebewesen mit hohem Sauerstoffverbrauch wird die Situation im Sommer daher schwierig. Der Temperaturverlauf innerhalb der Jahreszyklen hängt mit der Entfernung von der Quelle zusammen. Je größer die Entfernung zur Quelle, desto höher kann die Temperatur werden, da das Wasser mehr Zeit hat sich aufzuwärmen. Im quellnahen Bereich ist das Wasser fast das ganze Jahr gleichmäßig kühl. Im Sommer nimmt quellabwärts das strömende Wasser Wärme aus der Luft auf, während im Winter Wärme abgegeben wird. Dementsprechend vergrößern sich flussabwärts fortwährend die Jahres- und Tagesschwankungen der Wassertemperatur.
Die Strömungsgeschwindigkeit
Die Strömungsgeschwindigkeit ist ein wichtiger ökologischer Faktor, der vor allem den Lebensraum Bach prägt. Sie wird generell durch das Gefälle (Schwerkraft) und die Wasserführung (Wassermenge) charakterisiert. Kleinräumig können auch die Breite des Baches und Hindernisse (Bremswirkung) einen Einfluss auf die Strömungsgeschwindigkeit haben.
Gewässerchemie
Wasser besteht nicht nur aus H20-Molekülen, sondern ist immer mit anderen Bestandteilen vermischt. Diese Stoffe können gasförmig sein (Beispiel Kohlensäure in Mineralwasser) oder auch fest. Dadurch hat fast jedes Gewässer seine eigene chemische Zusammensetzung, die sich nach Tages- oder Jahreszeiten ändern kann.
Geruch und Geschmack
Eine Geruchsprüfung von Wasser ist sehr leicht durchzuführen, die des Geschmacks ist meist nicht empfehlenswert. Für die Geruchsprüfung benötigt man eine 1-Liter-Glasflasche, die mehrmals mit dem Untersuchungswasser durchgespült werden soll. Nach kräftigem Schütteln werden die Geruchsstoffe frei.
Man unterscheidet:
geruchsfrei
erdig bei Vorkommen von Blaualgenblüte
fischig bei Proben mit starker Kieselalgenentwicklung
modrig-faulig bei starker Verunreinigung des Wassers
chemisch bei Vorkommen von Chlor, Ammoniak, Schwefelwasserstoff, Phenolen
Gasförmige Stoffe
Sauerstoff (O2) und Kohlendioxid (CO2) spielen für das Leben im Wasser die Hauptrolle. Gelöstes Stickstoffgas kann nur von wenigen Bakterien verwertet werden und ist somit vernachlässigbar, ebenso entstehen Methan und Schwefelwasserstoff nur unter besonderen Bedingungen durch bakterielle Tätigkeit (z.B. bei starker organischer Verschmutzung).
Sauerstoff
Der Sauerstoff gelangt als O2-Gas aus der Luft oder durch die Photosynthese der Pflanzen ins Wasser (kurze Erklärung der Photosynthese). Die Menge an gelöstem Sauerstoff sinkt mit zunehmender Temperatur des Wassers. Kaltes Wasser kann mehr Sauerstoff aufnehmen als wärmeres Wasser. Dies kann weitreichende Folgen für die Tierwelt nach sich ziehen, da ihr Sauerstoffbedarf mit erhöhter Temperatur steigt. Bei langandauernder Sommerhitze können Fische deshalb an Sauerstoffmangel zugrunde gehen. Tiere und Pflanzen brauchen den Sauerstoff zur Atmung. Dieser Vorgang ist bei Pflanzen die Umkehrung der Photosynthese durch die sie die Energie erhalten, die sie zum Leben brauchen. Ebenso benötigen zersetzende Bakterien viel Sauerstoff, um organische Abfälle (tote Algen, Blätter, Kot) abzubauen. Je höher die Strömungsgeschwindigkeit, desto höher ist die Turbulenz des Wassers (vgl. mit Wildwasser) und somit auch die Durchmischung mit Sauerstoff. Ein gefährlicher Sauerstoffmangel tritt daher nur in langsam fließenden Gewässerabschnitten und in Zonen mit direkter Fäulnis, etwa nach Einleiten organisch hoch belasteter Abwässer auf. Hinweis auf Videofilm. Beispiel vom Abfluss des Abersees bei der Einleitung von Abwässern und der daraus resultierenden Abnahme des Sauerstoffgehaltes durch das ungehemmte Wachstum des Abwasserpilzes.
Abwasserpilz - Fadenalge - Armleuchteralge
Kohlendioxid
Das CO2 gelangt aus der Luft und durch die Atmungstätigkeit der Organismen in die Gewässer. Zusammen mit Wasser kann es Kohlensäure (H2CO3) bilden. Kohlendioxidhaltiges Wasser kann Kalk (CaCO3), der in den meisten Gewässern im Wasser vorhanden ist (vgl. Region der nördlichen Kalkalpen Ebenau und Umgebung), verändern. Ist im Wasser viel Kalk gelöst, so kann er ausgefällt werden, d.h. er wird sichtbar. Kalkstein bei Heizstäben in der Waschmaschine. Wasser mit hohem Kalkgehalt wird als "hart" bezeichnet. Die Wasserhärte wird in "Grad deutscher Härte" angegeben.
1 Grad deutscher Härte entspricht 18 mg Kalk (CaCO3) pro Liter Wasser.
Hat ein Wasser 20 dHº wird es als hart bezeichnet, bei 10 dHº spricht man von weichem Wasser.

Verbindungen des Stickstoffs
Die wichtigsten anorganischen Verbindungen des Stickstoffs im Wasser sind Ammonium (NH4+) und Nitrat (NO3¯ ).
Ammonium wird über eine Abbaukette von bestimmten Bakterien zu Nitrat umgebaut.
Ammonium -Nitrit -Nitrat
Ammonium
Ammoniumionen entstehen durch bakterielle Zersetzung von organischen Stickstoffverbindungen (z.B. Eiweiß und Harnstoff) in Gegenwart von Sauerstoff. In wässrigen Lösungen stellt sich ein vom pH-Wert und der Temperatur abhängiges Gleichgewicht von Ammoniumionen und Ammoniak (NH3) - ein starkes Fischgift - ein. Ammonium- und pH-Wert-Messungen sind damit stets in Zusammenhang zu sehen Ammonium kann neben kommunalen und industriellen Abwässern auch durch Sickerwässer aus Mülldeponien, durch Jauche und Silagen aus der Landwirtschaft, aus Ausschwemmungen von Ammoniumdüngern nach starken Regenfällen oder aus Fäulnisprozessen, wie sie im Boden vielfach vorkommen, in die Oberflächengewässer gelangen. Das Auftreten von Ammoniumionen im Wasser ist ein wichtiger Hinweis auf unhygienische Zustände. Das Ammoniumion kann daher als Indikatorsubstanz für eine Abwasserverschmutzung herangezogen und die Gewässergüte über den Ammoniumgehalt ermittelt werden. Nach der Trinkwasserverordnung (TVO) sollte Ammonium im Trinkwasser nicht nachgewiesen werden (Grenzwert 0,5 mg/l). Diese Standards der WHO für Trinkwasser sehen eine Obergrenze von 0,05 mg NH4+ /l als zulässig an.
Nitrit
Nitrit (NO2¯ ) stellt eine wichtige Zwischenstufe in der durch Bakterien bewirkten Oxidation von stickstoffhaltigen pflanzlichen oder tierischen Substanzen dar. Eine noch nicht abgeschlossene Nitrifikation wird somit durch den Verschmutzungsindikator Nitrit angezeigt. Nitrit bewirkt eine Umwandlung des Bluthämoglobins in Methämoglobin und bewirkt so die Sauerstoffaufnahme ( Innere Erstickung und Blausucht sind die Folge). Nitrit wirkt ebenfalls wie Ammoniak als starkes Fischgift. Nitrit haltige Gewässer weisen auf Verrottungs- oder Verwesungsherde im Boden (Müllhalden, Sickergruben usw.) hin. In natürlichen unbelasteten Gewässern sind Nitritionen höchstens in Spuren bis zu 0,001 mg/l vorhanden.
Nitrat
In natürlichen Gewässern findet man Nitratgehalte von 0,3 bis 8,5 mg/l. Natürliche Quellen sind die Verwesungsprodukte pflanzlicher und tierischer Eiweiße und die Niederschläge. Es gibt einzelne Grundwasservorkommen, in denen geologisch bedingte Nitratgehalte von bis zu 200 mg/l auftreten (z.B. Ausschwemmungen von Salpeterlagerstätten). In verunreinigten, belasteten Gewässern können Nitratgehalte von 50 - 150 mg/l und mehr auftreten. Lassen sich hohe Konzentrationen nicht auf geologische Gründe zurückführen, so liegt immer eine Verschmutzung durch Fäkalien oder Düngerausschwemmung vor. Die EU-Qualitätsanforderungen an Gewässer für die Trinkwassergewinnung fordern als Grenzwert 25 mg/l Nitrat.
Verbindungen des Phosphors
Pflanzen und Tiere brauchen Phosphor zur Bildung von Erbsubstanz und anderen lebenswichtigen Verbindungen. Von den Pflanzen wird Phosphor als Phosphat (PO4 ³¯ ) aufgenommen. Dieses gelangt durch die Niederschläge oder aus phosphathaltigem Boden natürlicherweise nur in geringen Mengen in die Gewässer. Durch häusliches Abwasser (Waschmittel) und aus überdüngten landwirtschaftlich genutzten Boden gelangt heute viel Phosphat (und Nitrat) in die Gewässer, was zu starker Vermehrung der Algen führt. Phosphate sind ungiftig. Dennoch sollte es im Trinkwasser höchstens in Spuren vorhanden sein, da eine höhere Konzentration Verdauungsstörungen zur Folge haben kann. Durch erhöhte Phosphatgehalte werden die Gewässer "überdüngt", es kommt zur sogenannten "Eutrophierung" (=Überdüngung). Dadurch können Wasserpflanzen (vor allem Algen) besonders in den lichtdurchfluteten oberen Gewässerzonen verstärkt wachsen. Man bezeichnet diesen Vorgang als Wasserblüte. Die Algen sterben irgendwann einmal ab, und bei ihrer Zersetzung durch Bakterien ist ein erhöhter Sauerstoffverbrauch die Folge. Durch Sauerstoffentzug und Fäulnisprozesse kann das Gewässer "umkippen", d.h. das Gewässer ist biologisch tot.
Der Einfluss von Phosphaten: Phosphateintrag (Landwirtschaft usw.)
Verstärktes Pflanzenwachstum - Pflanzen sterben ab - Fäulnisprozesse verbrauchen Sauerstoff -
wenig Sauerstoff für höhere Tiere
Der pH-Wert
Unabhängig von der Art des Gewässers ist der pH-Wert ein Maß für die Wirkung auf Flora und Fauna in Gewässern und in Kläranlagen. Der pH-Wert gilt als wesentlicher Parameter für die Wassergüte. In Fließgewässern ist der pH-Wert im wesentlichen von der Zusammensetzung der eingeleiteten Abwässer abhängig. Abwässer aus Haushalten sind neutral bis leicht basisch, gewerbliche und industrielle Abwässer dagegen meist sauer. In natürlichen Gewässern liegen die pH-Werte meistens zwischen 6,5 und 7,5. Abweichungen nach unten ergeben sich durch den Gehalt an freiem CO2. Bei biogenen Kalkausfällungen in Gewässern kann der pH-Wert bis 9,5 ansteigen. Trinkwasser sollte einen pH-Wert von 7,3 bis 7,5 aufweisen. Die im Wasser lebenden Organismen gedeihen am besten bei einem pH-Wert zwischen 6,8 und 7,8. Der pH-Wert des Wassers beeinflusst sowohl die Stoffwechselprozesse von pflanzlichen als auch tierischen Organismen. Liegt der pH- Wert ständig unter 5,5 oder über 9, so ist kein höheres Leben möglich. Fische können nur in einem bestimmten pH-Bereich leben. In Frischwasser-Aquarien kann der pH-Wert zwischen 5,5 und 7,5 liegen, in Salzwasser-Aquarien dagegen zwischen 8 und 8,5. Bei pH-Werten unter 4,5 oder über 10 kommt es zu schweren Schäden an der Fischhaut und an den Kiemen. Während der Wintermonate sollten junge Karpfen keinen pH-Werten unter 6 ausgesetzt sein.
Als Beispiel einige pH-Bereiche für einheimische Fische:
Regenbogenforelle: 5,5 - 9,4
Karpfen: 4,5 - 9,4
Hecht: 4,5 - 10,8
Schleie: 4,0 - 10,8
Flussbarsch: 4,5 - 9,2


Quelle: http://www.biofex.at/wasserguete/wissenwertes.htm
Kalkschutz im Detail: Kalk im Wasser ist für viele Nutzer ein unerwünschter Begleiter. Kalk- ausfall ist bei jeder Temperatur möglich. Ein verstärkter Ausfall ist bei Temperaturen über 50° gegeben. Kalk ist nicht nur unerwünscht an Armaturen oder Fliesen er senkt den Wirkungsgrad bei Wärmeübertragung und ist ungefährliches Nistplatz für die Legionellen und Pseudomonas. Daher sollte es neben der Filterung von Trinkwasser auch eine geeignete gesundheitlich unbedenkliche Kalkbehandlung, Kalkstabilisierung kommen.
(ZUM ANFANG)
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